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Kurze Geschichte der Burg Füzér

Burg Füzér, die sich in einer wunderschönen Naturumgebung befindet, ist eine der wenigen Burgen im Privatbesitz eines Grundbesitzers, von der mit großer Wahrscheinlichkeit behauptet werden kann, dass sie bereits vor dem Tatarensturm stand. Ihr Name kommt zuerst in einer Urkunde von 1264 vor, aber in einer Urkunde von 1270 wird darauf verwiesen, dass ihr Besitzer in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts ein gewisser Meister Andronicus „der Blinde“ aus dem Geschlecht Kompolt war, von dem die Burg noch vom König András II. gekauft wurde. Die Tatsache, dass die Burg – mit großer Wahrscheinlichkeit – tatsächlich vor dem Tatarenzug bestand, kann auch vom bisher frühesten Münzfund, dem vom Salzburger Erzbischof Eberhard II. zwischen 1200 und 1246 geprägten Friesach-Denar bestätigt werden. Nach der ersten Urkunde von 1264, in der Füzér erwähnt wird, wurde früher Burg Füzér vom Béla IV. an seine Tochter Anna, die Herzogin von Halics geschenkt, von der sie ihr Bruder Herzog István 1270 mit Gewalt genommen hatte; als König István V. schenkte er Füzér und die dazu gehörenden Ortschaften Comes Mihály.

1387 wurde sie für 3000 Forint von Lesták Ilsvai in Pfand genommen, dann wurden die Burg und ihre Teile am 2. Februar 1389 vom König Zsigmond den Söhnen von Péter Perényi, Miklós, János und Imre geschenkt.

Péter Perényi als Kronenhüter brachte die Heilige Krone nach der Krönung von János Szapolyai nicht an ihren gewohnten Bewahrungsort, nach Visegrád, sondern – mit den Worten von György Szerémi – „er lief nach Burg Füzér, er ließ die Krone dort, an einem sicheren Ort“. Die Krone befand sich beinahe ein Jahr lang in Füzér.

1529 setzten die Leute von Szapolyai die Ställe unter der Burg in Brand (sie konnten die Burg wohl nicht einnehmen). Perényi beschloss 1533, ihre Burgen, Patak und Füzér zu verstärken. Die Arbeiten wurden – nach den Quellen – von einem italienischen Baumeister, Alessandro Vedani geleitet.

1645 kam es zu einem Streit zwischen den Szaláncern und den Füzérern wegen der Zugehörigkeit bestimmter Berge. Der Streit verschärfte sich, der Besitzer der Burg Szalánc, die Frau von Zsigmond Forgách ging gegen Füzér mit einem bewaffneten Heer, die Heere befanden sich schon am Bergfuß, aber es kam letztendlich zu keinem Kampf, weil der Burggraf von Füzér im letzten Moment die Frau von Forgách beruhigen konnte.

In Verbindung mit der Wesselényi-Verschwörung wurden die Güter in Füzér am 22. Juni 1670 beschlagnahmt. Ab 1675 gibt es immer mehr Beschwerden darüber, dass die Füzérer von den „Rebellen“ laufend beunruhigt werden. Strasoldo bereinigte das Gebiet nicht von den Rebellen, sondern er „verdarb“ die Burg, die all ihre Bedeutung verlor und in der Hand der Rebellen zu einer potenziellen Gefahrquelle hätte werden können. Die Burg ist von nun an eine Ruine, sie verlor alle ihre Rollen. Die abstürzenden und bewusst abgerissenen Steine ihrer Mauern wurden zum Baumaterial der Häuser im Dorf.

Nach der Zerstörung von Burg Füzér im Jahr 1676 haben wir die frühesten schriftlichen Denkmäler darüber, dass man die Burg renovieren wollte, aus dem Jahr 1910. Die vollständige Renovierung der Kapelle und die teilweise Renovierung des Torturms wurden von Kálmán Lux vorgeschlagen. Die ersten Bestandschutzarbeiten – mit der Unterstützung der Familie Károlyi, die das Landgut besaß – wurden zwischen 1934 und 1936 angefertigt.

Die ersten archäologischen Ausgrabungen wurden unter der Leitung von Juan Cabello und István Feld 1977 gestartet, sie wurden 1992 neu gestartet. Es gibt eine rechtskräftige Baugenehmigung zur vollständigen Rekonstruktion der oberen Burg in Füzér, die 2012 ausgestellt wurde.